1 AUTOKAUF IST MÄNNERSACHE !

EXPERTE ERKLÄRT:
Warum sind Autos noch immer Männersache?
Von RENÉ KOHLENBERG, FRANKFURTER RUNDSCHAU

Frauenanteil Autokauf

  • MINI 52,1%
  • PEUGEOT 41,1%
  • RENAULT 40,0%
  • TOYOTA 37,0%
  • VW 35,5%
  • FORD 35,4%
  • OPEL 34,9%
  • AUDI 29,8%
  • SMART 29,2%
  • FIAT 26,6%
  • BMW 25,9%
  • LAND ROVER 24,8%
  • JEEP 19,9%
  • PORSCHE 19,4%
  • MERCEDES 17,8%
  • JAGUAR 15,0%
  • Durchschnitt 33,4%

Frauenanteil liegt bei nur 33 Prozent

Obgleich die Stellung der Frauen sich in unserer Gesellschaft in den letzten 15 Jahren deutlich verändert hat, mehr Frauen berufstätig sind und auch in Single-Haushalten leben, stagniert der Frauenanteil bei 33 Prozent.
Die wichtigste Bevö­lke­rungs­­gruppe ist damit unter den Neuwagenkäufern deutlich unter­repräsen­tiert.

Die Autowelt bleibt auch im Jahre 2016 eine Männerwelt, in der PS und männliches Design der Autos angesagt sind.

Die überwiegend männlichen Verkäufer sind auf technische Produktfakten trainiert und die Autohändler liegen noch immer in Industrie­­gebieten, „die nun wirklich nicht als Shopping-Center für Frauen herhalten können. Der gesamte Marketing-Mix liegt schief, wenn es um die größte Zielgruppe geht“, so Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. Immerhin, mittlerweile haben einige Auto-Hersteller erkannt, dass sie andere Absatz­wege finden müssen und bringen ihre Produkte näher an den Kunden.

Eine Umfrage des Marktforschungs­­instituts Innofact belegt zudem, dass über die Hälfte (58 Prozent) der Deutschen Angst hat, vom Verkäufer über den Tisch gezogen zu werden. Doch während sich die Mehrheit der Männer (61 Prozent) bei der Fahrzeugwahl von niemandem reinreden lässt, trifft das nur auf rund ein Drittel der Autokäuferinnen (35 Prozent) zu.

Junge Frauen kaufen keine Autos !

Ein zweites Problem macht sich unter den weiblichen Neuwagenkäufern breit.

„Junge Frauen werden immer seltener unter den Neuwagenkäufern wahrgenommen. Mit anderen Worten, die Autobauer schaffen es immer weniger, die jungen Käuferinnen anzusprechen. Die Neuwagenkäufer-Kundengruppe ‚vergreist’“, so Dudenhöffer.

So waren in den ersten sieben Monaten des Jahres nur noch 32,8 Prozent der Neuwagen­käuferinnen unter 45 Jahren. Mehr als zwei Drittel der Neuwagen­­käuferinnen sind 45 Jahre und älter. Die Schere zwischen alten und jungen Neuwagen­­käuferinnen geht weiter auseinander. Die Jungen werden seltener.

Mini macht etwas richtig.

Mit einem Anteil von 52 Prozent weiblichen Käufern ist Mini die Marke, die am stärksten Frauen anspricht. Frauen scheinen kompaktere Autos zu mögen, die aber durchaus chic, dynamisch und Premiumpreise haben dürfen, wie das Paradebeispiel Mini zeigt. Wenig ansprechend für Frauen sind konservative, maskuline Marken wie Jaguar, Mercedes, Porsche oder Jeep. Überraschend auch der niedrige Frauenanteil bei Smart.

Während der Mini als Lifestyle Auto Frauen anspricht, tut sich der Smart mit seinem Lifestyle-Konzept mit einem sehr schwachen Frauenanteil deutlich schwerer. Dabei hat ausgerechnet Smart eine Chefin, was in der männergeprägten Autowelt – mit Ausnahme von GM – sonst nicht auftritt.

Möglicherweise sind ein Grund die eher konservativen Smart Vertriebsstätten, die oft in konservative Mercedes Autohäuser integriert sind. „Lifestyle, Kompaktheit und Modernität muss entsprechend differenziert sein, um bei Frauen ‚anzukommen’“, fasst Dudenhöffer zusammen.

„Überraschend ist auch, dass Opel trotz der Modelle Adam, Corsa und einer Marketing-Vorstandsfrau im Vergleich zu Ford oder VW, einer Marke die Produkt­technik stärker in den Vordergrund stellt, leicht schlechter im Frauenanteil rankt. Auch gegenüber dem Vorjahr ist bei Opel der Frauenanteil zurückgegangen“, erklärt der Autoexperte.

Die Kampagnen „Umparken im Kopf“ und Fußballtrainer Jürgen Klopp sprechen scheinbar Männer deutlich stärker an. In der Summe tun sich Premiumhersteller mit Frauen deutlich schwerer. Audi, Smart, BMW, Land Rover, Volvo, Porsche, Mercedes, Jaguar haben alle Frauenanteile, die unter dem Gesamtdurchschnitt liegen.

Ausnahme bleibt der Mini. (… und der Fiat 500 – nach Meinung von Chefredakteur Peter A. Hoppe)

Der Illustrator Frank de Mulder hat sich mit einem Augenzwinkern dazu seine eigenen Gedanken gemacht – siehe unter „325 Oldtimer-Foto-Serien“, → Ford.

Quelle: http://www.fr.de/leben/auto/hersteller-ratlos-warum-sind-autos-noch-immer-maennersache-a-543425

2 Anmerkung des Chefredakteurs

Nicht nur der Autokauf ist Männersache – auch der Autoverkauf !

Es liegen meines Wissens keine konkreten Zahlen vor, aber das Verhältnis ist m.E. gefühlsmäßig so ähnlich wie im Motorsport – Frauen sind die Ausnahme, dafür hat man es dann aber auch mit einer Verkäuferin zu tun, die Benzin im Blut hat ! 
Ein Kunde, der etwas von Autos versteht, hat dann eine exzellente Gesprächspartnerin vor sich, die ihm eine kompetente Beraterin ist – Missverständnisse oder Reklamationen sind da eine echte Ausnahme.
Ich habe beruflich viel mit Autohäusern zu tun und freue mich dann jedes Mal, wenn ich mein Beratungsgespräch mit einer Frau führen darf. Viele Männer unterschätzen Frauen als Autoverkäuferin – und das zu Unrecht. Auch mir ist das anfangs passiert.
Es kommen mehr Emotionen ins Spiel – und davon verstehen Frauen viel mehr – Männer setzen mehr auf Fachwissen und Imponiergehabe (siehe: Glück ist … Biochemie).

3 Erfahrungen ...

Als ich mit 25 heiratete und mich beruflich verbessern wollte, sagte meine Frau zu mir:
`Geh´ in den Außendienst, da bestimmt die Leistung die Höhe des Verdienstes
Die Verkäuferschulung? Der Verkaufsleiter stellte mich vor ein überdimensionales Cockpit, bestückt mit einer Vielzahl verschiedener Autoradio-Typen, und drückte mir reichlich Prospektmaterial in die Hand.
Ausprobieren und Auswendiglernen war die Devise.

Nach einer Woche Büffeln drückte er mir dann eine Kundenliste in die Hand.
Die Devise? Siehe oben.
Damals vertraten viele Firmenleitungen noch die Ansicht: 
„Unsere Geräte verkaufen sich von selbst, der Verkäufer muss nur wissen, was er anbietet.“
Verkaufstechniken:
„Wie führt man ein positives Verkaufsgespräch“ –
Verkaufsstrategien, Telefonakquisition, effektive Terminierung/Tourenplanung etc. musste ich mir erst mühsam selbst erarbeiten.
Während meiner langjährigen Tätigkeit für die Autoindustrie – Gebietsverkaufsleiter – Regionalverkaufsleiter – Personalchef – entstanden zahlreiche praxisbezogene Fachbücher und Programme zum Thema „Verkaufen“ und „Bewerben“. 

Interessiert?
Den Titel „Überreden oder Überzeugen“ öffnen!

4 Überreden oder überzeugen?

 

Verkaufsrhetorik – die hat mir Dr. Peter Jessen beigebracht.
Er war Honorardozent vieler großer Unternehmen, also auch in der Autoindustrie – seine Seminare waren ein Erlebnis. Selbst die alten Hasen, die ja eigentlich alles besser wussten, hatte er schnell im Griff.

Sein Standpunkt: Nur wer von einem Produkt überzeugt ist, kann auch überzeugen.

Und: Ein Verkäufer muss nicht nur sich selbst verkaufen können – er muss sich auch in die Stiefel des Gesprächspartners stellen können!

Ich habe dann den Bogen etwas weiter gespannt, aus der Erkenntnis:
Werben und Bewerben haben die gleiche Wurzel.
Wenn ich das konsequent beachte und mich dabei in die Stiefel des Personalchefs stelle, treffe ich mit meiner Bewerbung auch den richtigen Ton! 

Suchen Sie bei amazon.de unter der Adressleiste:
Bücher/Kindle eBooks/Peter A. Hoppe …

… und Sie finden alles zum Thema „Verkaufen“ – auch Bewerbungen für viele Berufsbilder.
Ich wünsche Ihnen ein informatives Lesevergnügen !
Ihr Peter A. Hoppe

Hier noch ein Tipp zum Problem:
Wie beginne ich eine Bewerbung!
Vermeiden Sie abgedroschene Phrasen, wie:
hiermit möchte ich mich …
bezugnehmend auf Ihre Anzeige vom … als … (gehört in die Bezugszeile!)
… aber wie dann??

Beginnen Sie mit dem Anforderungsprofil des Berufsbildes, das der Personalchef sucht!
Das der Personalchef sucht?!
Genau! 

Sie haben ein Problem: Sie suchen einen Job!
Der Personalchef hat auch ein Problem:
Er sucht einen qualifizierten Mitarbeiter für eine vakante Position.
Was, meinen Sie wohl, ist ihm wichtiger?
Ihr Problem oder sein Problem? – – –
Kümmern Sie sich also um das Problem des Personalchefs, dann reden Sie seine Sprache, sind mit ihm auf einer Sprachebene! 

Sehen Sie sich Leseproben für Ihr Berufsbild an – mit Sicherheit finden Sie unter meinen 30 Titeln auch das für Sie passende eBook.
Und noch ein Tipp: das gleiche Fachbuch, den kompletten Text, können Sie auch bei uns, diesmal Verlag Job+Management, erhalten.
Der Vorteil: Sie haben es dann auf Ihrem Rechner und sparen sich das Tippen!

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Sie wollen Industrie, Handel, Gewerbe, Dienstleistung etc. ansprechen?
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dann: Umsatzzahlen, Mitarbeiterzahlen … hilft Ihnen weiter.
Herausgeber: Verlag Journal @ Markt.
Preis: ebenfalls 10 Eur.

Packen Sie es an – es gibt viel zu tun!
Herzlichst,
Ihr Peter A. Hoppe, Chefredakteur, CEO V.J.M

 

5 Autokunden werden immer älter

AUTOKUNDEN WERDEN IMMER ÄLTER
von Michael Reidel, Dienstag, 20. Dezember 2016
aus „Frankfurter Allgemeine Zeitung“

Autokäufer sind derzeit im Schnitt 53 Jahre und damit 0,9 Jahre älter als im Vorjahr – so alt waren sie noch nie.
Das zeigt eine Studie des CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen. Jeder dritte Neuwagenkäufer ist demnach mittlerweile über 60 Jahre alt.
Zum Vergleich: Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland liegt bei 44,3 Jahren. Laut der Analyse fällt der Alterungsprozess bei Smart (51,1 Jahre), BMW (53 Jahre), Ford (53,1 Jahre), Opel (54,3 Jahre), VW (54,8 Jahre) und Porsche (55,3 Jahre) überdurchschnittlich aus. Die jüngsten Käufer hat laut der Analyse Seat mit 45 Jahren, die ältesten Subaru mit 57,4 Jahren. Auslöser für die Entwicklung sind die gestiegenen SUV-Verkäufe. Wer einen der sportlichen Geländeautos kauft, ist 55,2 Jahre alt.
Und noch eine Botschaft enthält die Studie:
Der Zuzug von Migranten, die im Schnitt 39,3 Jahre alt sind, könnte dem Neuwagenmarkt pro Jahr rund 30.000 neue Kunden bringen.
Die Wissenschaftler haben die Neuzulassungen in den vergangenen elf Monaten auf Privatpersonen analysiert.